Im 17. Jahrhundert entwickelte sich zunächst der Handel mit Reis. Gold, Silber, Raps und Öl sollten zügig folgen. Die Bedeutung des Reismarktes wuchs zu dieser Zeit und hatte teilweise mehr Aufmerksamkeit im Trading, als die eigentliche nationale Währung [JPY (Japanischer Yen)]. In diesem Umfeld entwickelten sich die Candlesticks als Darstellung von Preis und Zeit eines Basiswertes. Lange Zeit war diese Form der Chartdarstellung im Westen unbekannt und erst ab den 1980er Jahren gelangen die Candlesticks zunehmend in die Chartdarstellungen. Waren früher nur die Liniencharts in Benutzung stellt sich schnell heraus, dass die Candlestick-Darstellung mehr und deutlichere Informationen lieferten, als die “blanken” Linien des Liniencharts. (Stichwort: Einsicht in die “in sich verschachtelte Preisbewegung)

Im Umgang mit Candlestickformationen wird häufig ein fataler Fehler bereits schon im “Verständnis” dieser Formationen begangen. Viele betrachten die Formationen als Signale. Signale sind aber das Ergebnis einer Strategie, eines Handelssystems. Die Candlestickformationen sind KEINE Tradingsysteme. Sie geben sicherlich Auskunft über den aktuellen Kauf- bzw. Verkaufsdruck, aber das war es auch schon. Sie sind lediglich ein Teil des Handels. Wie bezieht man die Candlesticks also richtig in sein Trading mitein? Zuerst benötigt man  erstmal eine Handelsstrategie. Diese sollte auf der Trendanalyse, gleitenden Durchschnitten, Retracements und vielem mehr bestehen. Mit dieser Strategie erarbeitet man sich Punkte, an denen im Markt Bewegung entstehen kann. Beispielsweise ist der DAX in einem soliden Abwärtstrends und hat mehrfach die Unterstützung bei 6450 Punkten angetestet. Diese Unterstützung wird im Handelsverlauf gebrochen und man möchte zum Pullback short gehen. Jetzt kommen die Candlesticks ins Spiel. Sie sind für das Traden so was wie die grüne oder rote Ampel. Wir haben mit einer Strategie einen Einstieg definiert (Short Pullback) und warten noch auf die entsprechende Bestätigung. Entscheidend ist die Benutzung im Zusammenspiel! mit der Hauptanalyse.

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