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Die Kerzenformationen und deren Nutzung sind mittlerweile so weit verbreitet, dass immer weniger der Linienchart verwendet wird.  Dabei hat dieser ebenfalls seine Berechtigung, da Schlusskurse immer noch eine signifikante Bedeutung besitzen. Pufferzonen definieren so gesehen die Distanz, die bei der Verwendung von Candlestick- und Linienchart entstehen. Einige Beispiele folgen nun, um zu verdeutlichen, in welchen Situationen die Kombination(en) aus beiden Chartarten sich als nützlich herausstellte. Zonen oder Punkte die es zu fokussieren gilt, wurden mit einem schwarzen Kreis markiert bzw. hervorgehoben. Mit den Pufferzonen ist hauptsächlich die Kombination aus Candle- und Linienchart gemeint. Für Analysten, die gerne experimentieren: Gerade bei der Projektion von Trendlinien (Trendkanal) kann es interessant sein, auch die Projektionen zu “mixen”.

2 Praxisbeispiele im Verlauf (Vorher / Nachher)

NZDUSD – Daily – „guter Long“

NZD_Trade-A-1

Beschreibung:

Um von der Theorie an die Praxis anzuknüpfen, betrachten wir den NZD auf Tagesschlusskursbasis. Der Markt befindet sich in einer ausgeprägten Korrektur im übergeordneten Long-Trend und die Anleger suchen nun den richtigen Punkt um sich in Trendrichtung zu positionieren. Die letzten markanten Tiefs (lila) werden mit horizontalen Linien gekennzeichnet und stellen unseren Unterstützungsbereich dar. Sollte es in diesem Bereich zu Umkehrsignalen kommen, wären Long Positionen handelbar…

NZDUSD – H1 – „perfektes Signal“

NZD_Trade-A-2

Beschreibung:

In dieser Grafik sehen wir wie punktgenau der Markt den Unterstützungsbereich angetestet hat und wie er daraufhin bullisch reagierte. Nach einer kurzen Konsolidierungsphase in Form einer 20 Punkte Seitwärtsrange, konnte der Markt jedoch erneut bullische Impulse generieren und weiter ansteigen. Eröffnete Long-Positionen könnte man wie im Chart abgesichert haben (roter Stopp). Der Kurs sollte nun weiter anziehen …

NZDUSD – H1 – „Was ist hier los?“

NZD_Trade-A-3

Beschreibung:

Der große bullische Impuls in Form eines Abprallers bleibt aus und der Markt scheint eher zeitlich zu korrigieren, als einen Boden auszubilden. “Solange der Schlusskurs nicht unter dem Unterstützungsbereich liegt, ist er Long” wäre ein mögliches Gedankenspiel. Anhand der weiteren Kursverläufe wird klar, dass der mögliche Stopp (zumindest in diesem Beispiel) bereits gegriffen und der Kurs mit einem Tagesschlusskurs unter dem Unterstützungsbereich geschlossen hat (Daily Bild). Nun ist er doch eigentlich Short ? Oder nicht ?

NZDUSD – H1 – „Jetzt dreht er doch?!“

NZD_Trade-A-4

Beschreibung:

Der nächste Handelstag beginnt mit einem starken Upgap und der ehemalige Unterstützungsbereich sollte nun als Widerstand dienen. Doch die bärischen Gegenbewegungen bleiben aus. Zunehmend wird klar, dass die Unterstützung zurückerobert wird, nicht zuletzt, da die markierte abwärtsverlaufende Trendlinie bullisch gebrochen wurde.

NZDUSD – H1 – „Tatsächlich“

NZD_Trade-A-5

Beschreibung:

Decken wir den weiteren Kursverlauf auf können wir feststellen, dass der Kurs nicht nur untergeordnet einen neuen Trend (Aufwärts) generierte, sondern auch auf dem Tagesschart eine Art Morning Star ausformen konnte.

Fazit: Pufferzonen zeigen in unterschiedlichen Marktphasen und Situationen durchaus Relevanz. Doch nur weil auf Tages oder sogar Wochenbasis ein neuer Schlusskurs über/unter dem letzten Hoch/Tief generiert wurde, heißt es noch lange nicht, dass der weitere Kursverlauf 100 prozentig klar ist.

NZDUSD – Daily – „Widerstand voraus“

NZD_Trade-B_01

Beschreibung:

Für dieses Beispiel betrachten wir erneut den NZDUSD auf dem Tageschart. Die orange markierte Widerstandszone wurde auf Tagesschlusskursbasis nie nachhaltig überschritten (lila). Auch aktuell steht der Markt nach einer Kurserholung wieder unmittelbar vor dem Widerstand, mögliche Prognosen wurden markiert.

NZDUSD – Daily – „Widerstand voraus“

NZD_Trade-B_02

Beschreibung:

Zwei Tage später verfolgen wir den bullischen Ausbruch der Pufferzone, warten jedoch einen Tagesschlusskurs über der Zone ab, um einen möglichen Fehlausbruch auszuschließen. Auch wenn am Folgetag eher wenige Impulse und Bewegungen zu nennen sind, konnte der Kurs über der Marke schließen und der Widerstandsbereich stellt nun die neue Unterstützung dar. Long Positionen können nun aufgebaut werden.

NZDUSD – Daily – „schöner Long“

NZD_Trade-B_03

Beschreibung:

Nach einer kurzen Korrektur am dritten Tag erfolgte jedoch der nachhaltige bullische Befreiungsschlag. Hinweis : Die markierten Stopps dienen lediglich zur Veranschaulichung und können je nach Handelsart und Strategie variieren.

Beispiele

Candlestick_Pufferzonenbeispiel_01

Candlestick_Pufferzonenbeispiel_02

Candlestick_Pufferzonenbeispiel_03

Candlestick_Pufferzonenbeispiel_04

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