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Freitag, Januar 18, 2019
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Boersenerfolg_Kapitel_1_1

Eintrittshürden – Informations- und Brokerangebot
Während früher, und damit ist an dieser Stelle kein bestimmter Zeitpunkt gemeint, die Eintrittshürden zum Börsenhandel relativ hoch waren, gestalten sich die Zugänge zunehmend einfacher und schneller. Sowohl die kostenpflichtigen wie kostenlosen Informationsangebote als auch die Anzahl an Brokern wachsen stark an. Durch die günstige Infrastruktur schneller Internetzugänge ist seit einigen Jahren der Börsenhandel nun auch zu jeder Uhrzeit fast uneingeschränkt möglich.

Zugang zum Börsenhandel und Anfangsfokus
Die Frage nach dem Zugang zum Börsenhandel ist bereits an dieser Stelle relevant, da sich die Zugangsart auch auf die späteren Entwicklung und Sichtweisen eines Traders auswirken kann. Wir beginnen daher nicht mit tradingspezifischen Inhalten, sondern beschäftigen uns mit den Fragen weshalb man überhaupt am Börsenhandel teilnehmen will, wie man eigentlich zu diesem „Thema“ gekommen ist. An dieser Stelle können wir vom generellen Anfangsfokus sprechen. Undifferenziert möchte ich an hier zwischen zwei Typen unterscheiden. Natürlich finden sich in der Realität Mischformen viel häufiger als reine Ausprägungen der beschriebenen Typen. Es geht dabei auch weniger darum die konkreten Erscheinungsformen zu bewerten, sondern lediglich vorzustellen.. Letztlich ist es ebenso möglich, dass man sich ausgehend von einer tendenziellen Herangehensweise in eine „andere Richtung“ entwickelt. Dieser Text soll als Anregung verstanden werden um sich mit bestimmten hervorgerufenen Impulsen vielleicht näher auseinanderzusetzen.

Typ I – Was muss ich konkret tun?
Der erste Typ zeichnet sich durch ein  sehr zielbewusstes Vorgehen aus. Für ihn steht die Frage im Vordergrund, wie man möglichst schnell und effizient Geld an der Börse verdient. Anders formuliert könnte man sagen, dass dieser Typ sich oder andere fragt: Welche Schritte muss ich gehen um Geld zu verdienen? Was muss ich konkret tun? Dabei geht es jedoch weniger um ein differenziertes reflektierendes Hinterfragen der Dinge, sondern um ein zielorientiertes Vorgehen. Es geht darum Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen zu benutzen. Visuell veranschaulicht steht der Tradinganfänger so gesehen vor einem Labyrinth und stellt sich die Frage: Welche Türen/Pfade sind die „richtigen“ um durch diese Fülle von Irrpfaden ans „Ziel“ zu gelangen?  Die Benutzung von (Fach)Wissen drückt eigentlich sehr deutlich aus, dass es sich um ein Werkzeug handelt. Sag mir welches Werkzeug ich benutzen soll, damit „es“ gelingt.

Boersenerfolg_Kapitel_1_2

Typ II – Was kann ich konkret tun?
Der zweite Typ muss nicht zwangsläufig im deutlichen Gegensatz zum ersten Typ stehen, jedoch  geht dieser das Thema Börsenhandel mit einer anderen Einstellung an. Es ist mehr ein aus Neugier geleitetes Interesse, das natürlich auch gewisse Zielvorstellungen beinhaltet, aber eher offen und flexibel ist. Sicherlich geht es auch um die Frage, welche Schritte notwendig sind, jedoch tendiert der zweite Typ eher zur veränderten Frage, welche Schritte man überhaupt gehen kann. Der Motivationsmotor liegt mehr in den Fragen, welche Möglichkeiten im Börsenhandel vorhanden sind, wie sich diese gestalten, wie viele Labyrinthe es überhaupt gibt usw.. Tendenziell geht es hier zunächst mehr um ein Interesse an der Sache an sich, als um Geld. Sicherlich spielt die Benutzung von Wissen eine Rolle, aber hier geht es vermutlich mehr um die vorurteilsfreie Aneignung von (Fach-)Wissen. Er fragt vermutlich nicht: Sag mir welche Pfade ich im Labyrinth gehen und welches konkrete Werkzeug ich benutzen soll, sondern eher: Welche Pfade gibt es? Welche und wie viele Werkzeuge habe ich denn zur Verfügung? Durch das eher stärker ausgeprägte interessensgeleitete Vorgehen ist dieser zweite Typ eher freier und öfters lernbereiter, auch wenn die Inhalte auf den ersten Blick vielleicht nicht „zielorientiert“ wirken. Das Ausprobieren, Testen, Auswerten sowie Anpassen macht Spaß und findet aufgrund der offenen Herangehensweise  nicht zwangsläufig unter zu hohem Zeitdruck bzw. zu hohen Zielerwartungen statt.

Boersenerfolg_Kapitel_1_3

Differenzierung – Lern- und Leistungsbereitschaft
Zugegebenermaßen ist diese Einteilung teilweise undifferenziert und blendet die Grautöne aus. Dennoch spielen beim Börsenhandel das Thema Lernen und Lernbereitschaft eine große Rolle und bereits der Zugang sowie die anfänglichen Sichtweisen eines Tradinganfängers bestimmen sowohl das Lernverhalten als auch die damit verbundene Lernbereitschaft.

Fokussierung auf Profit
Drastisch formuliert könnte man auch sagen: Die Fokussierung auf den Profit kann die Voraussetzung für das Entstehen eines profitablen Handelsstils unterlaufen. Veranschaulichend sagt sich der eine: „Wie löse ich das“ und der andere: “Okay, mal schauen was ich hier habe und was man damit alles so anstellen kann.“

Einstellung – Vorgehen – Zeitdruck
Zusammenfassend geht es also um die Frage, wie man überhaupt zum Börsenhandel kommt beziehungsweise welche Einstellung sich dahinter zunächst verbirgt. Sicherlich kann sich das im Verlauf der Zeit noch drastisch umkehren, dennoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass bereits die erste Sichtweise möglicherweise wegweisend sein kann und Konsequenzen für das Lernen sowie die Lernbereitschaft hat. Ein offenes, im Idealfall völlig freies, experimentierfreudiges Vorgehen ohne übertriebenen Zeit- und Gelddruck schafft eine gute Basis um sich Inhalten zu nähern, diese aufzunehmen und zu verarbeiten. Viele Wege führen nach Rom und Umwege erweitern die Ortskenntnis. Je enger man den Fokus von Beginn an absteckt, desto höher ist das Risiko einspurig zu fahren.

Lernen – Prozesse – Erfahrungen
Wie sich der Lern- bzw. Erfahrungsweg im späteren Verlauf gestaltet sieht man immer noch, während man diesen beschreitet. Das bedeutet, dass ein zu exaktes Planen der eigenen Entwicklung (der eigenen Entwicklungsstufen) durch die alltägliche Realität unterlaufen werden kann.

Ein stetiges reflexives Hinterfragen und Anpassen scheint sinnvoll, welches aber nicht dahingehend entarten sollte, dass man stets und ständig alles vollständig in Frage stellt. Ein sukzessiver fundierter Wissensaufbau, der in der Praxis regelkonform umgesetzt wird, sollte schrittweise erfolgen. Lernen ist ein Prozess, der individuell stattfindet. Mal geht es schneller, mal geht es langsamer, mal macht man Rückschritte. „Erfolg“ ist keine Einbahnstraße und meistens ein langer Weg, den man nicht immer wie am Whiteboard perfekt planen kann. Sicherlich ist ein strukturiertes und überprüfbares Vorgehen notwendig, aber ebenso bedarf es Geduld, Disziplin und einer gewissen Durchhaltefähigkeit. Wenn man dann noch einen realistischen Optimismus sowie Ehrlichkeit zu sich selbst mitbringt, sehen die Voraussetzungen gar nicht mal so schlecht aus.

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