+145 Punkte (360€) DAX Long Trade

simon_profilbild_klein Autor Simon Schreiber | Alle Artikel von diesem Autor anzeigen lassen

Offenlegung Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert, gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte.

DAX – M5

In der heutigen Tradebesprechung besprechen wir einen Long Trade im Deutschen Leitindex. Diese wurde am vergangenen Freitag intraday gehandeltt. Die Analyse und Herleitung des Trades erfolgte im DailyDAX.

https://www.scalp-trading.com/2019/01/18/dailydax-fr-18-01-2019/

Gehen wir direkt zum Trade Analyse über. Der Deutsche Leitindex befand sich seit mehreren Tagen in einer Seitwärtsphase im Bereich von 10.800 – 10.990 Punkten. Aufgrund der übergeordneten Trendstruktur stand für uns ausschließlich die bullische Auflösung im Fokus.

(I) – Auf dem untergeordneten M5 Chart konnte der DAX ein Marktmuster aus steigenden Tiefs (violett) und steigenden Hochs vorweisen.

(II) – Im Bereich von 10.990 Punkten erfolgte der erste untergeordnete Test des übergeordneten Widerstandsbereiches. Der Kurs leitete erneut eine kurzfristige Korrektur ein.

(III) – Im Zuge der untergeordneten Korrektur formte der Kurs ein neues höheres Tief aus. Nun war es an der Zeit mit neuen nachhaltigen Hochs den übergeordneten Long Ausbruch einzuleiten. Entscheidend war jedoch hier, dass der Kurs keine neuen tieferen Tiefs generierte.

(IV)Mein Long Trade wurde unmittelbar nach der Handelseröffnung Market Long eröffnet. Deutlich zu sehen ist, dass mein Trade bereits vor dem eigentlichen Ausbruch eröffnet wurde. Fachlich gesehen ist der Einstieg somit zu früh. An dieser Stelle möchte ich den Begriff „fachliche Unschärfe“ ins Spiel bringen. Somit ging ich den Kompromiss ein, dass der Kurs auch wieder zügig gegen mich laufen kann. Mein Initial Stopp lag 30 Punkte entfernt unter dem letzten M5 Tief. 

(V) – Der tatsächliche Ausbruch erfolgte wenige Minuten nach meinem Einstieg. Hier lag der fachlich saubere Long Einstieg, mit der Generierung des neuen Hochs. Da ich jedoch bereits positioniert war, wurde keine weitere Order eröffnet. Nun galt es den über-und untergeordneten Aufwärtstrend zu bestätigen.

(VI) – Weitere Anstiege setzten ein und der Kurs konnte eine markante abwärts gerichtete Widerstandslinie aus dem übergeordneten H4 Chart berühren. Nun sollte sich zeigen, ob sich das untergeordnete Momentum weiter durchsetzt, oder doch ein bärischer Abpraller eingeleitet wird. Mein Stopp blieb zu diesem Zeitpunkt unverändert bei -30 Punkten. Erst wenn der Kurs mindestens zwei höhere Tiefs generieren kann wollte ich den Stopp erstmals nachziehen.

Chart:

(VII) – Im nächsten Bild zeigt sich die weitere Kursentwicklung auf dem M5 Chart. Ein neues höheres Hoch wird mit einem neuen höheren Tief bestätigt. Mein Initial Stopp wird zum ersten Mal auf Einstand (+-0) nachgezogen.

(VIII) – Nach einem dynamischen Anstiege kann der Kurs erstmalig ein neues höheres Tief generieren. Mein Stopp wird zügig von +-0 auf +110 Punkte nachgezogen.

(IX) – Trotz neuer Hochpunkte nimmt die bullische Kursdynamik zunehmend ab. Eine Korrektur (zeitlich/preislich) stand bevor.

(X) – Deutlich zu erkennen ist, dass der Kurs das ehemalige Hoch bei Punkt (IX) nicht erneut überwinden konnte. Anschließend erfolgte der bärische Bruch der kurzfristig markierten Seitwärtsphase. Eine größere preisliche Korrektur hätte zu diesem Zeitpunkt nicht überrascht.

Meine Long Position wurde schließlich händisch mit knapp +145 Punkten geschlossen. Die Gefahr einer weiteren preislichen Korrektur war mir zu diesem Zeitpunkt einfach zu hoch. Mit -30 Punkten vs. +145 Punkten konnte sich das CRV zum Ausgang des Trades jedoch sehen lassen.

(XII) – Nachdem ich meinen Trade mit +145 Punkten Gewinn realisieren konnte musste ich mit zusehen wie der Kurs ein neues Hoch generieren konnte. Der untergeordnete Aufwärtstrend wurde somit erneut bestätigt, auch wenn ich nicht mehr positioniert war.

„Hätte ich doch weiter gehalten“. Für solche Gedanken gibt es im Trading wenig Zeit. Entscheidend ist ob Sie Ihr Handelssystem diszipliniert und konsequent durchgezogen haben. Auch wenn man von dieser Brutto Bewegung von knapp 300 Punkten hätte realistisch 200 Punkte (Netto) mitnehmen können, sollte man nicht gierig werden. Der nächste Trade kommt, definitiv! Wenn der Handel von dem Gewinn von nur einem Trade absolut abhängig ist sollten Sie Ihr Handelssystem hinterfragen. „Man ist nur so gut wie sein schlechtester Trade“, was durchaus banal und einfach klingt beinhaltet aus meiner Sicht eine tiefgründige Wahrheit.

Quelle: eigene Darstellung.

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Viel Erfolg,

Simon Schreiber.


Risikohinweis: Die von Scalp-Trading.com veröffentlichen Analysen und Inhalte können nicht nur mit Gewinnen, sondern auch mit Verlusten einhergehen, selbst wenn sie gemäß einer Empfehlung eingesetzt werden. Insbesondere der Handel mit Hebelprodukten (u.a. Devisen, Derivaten und Rohstoffen) kann spekulativ sein, und Gewinne und Verluste können variieren.


Der Autor der vorstehenden Finanzanalyse ist Simon Schreiber. Er ist von Beruf Händler und Analyst von Scalp-Trading.com. Herr Schreiber hat die vorstehende Finanzanalyse für das Unternehmen Scalp-Trading.com erstellt. Sie wurde gemäß unseren Compliance- und Qualitätsmanagements-Konzepts geprüft. Die Trennung zwischen persönlicher Meinung (Ausblick/Analyse) und objektiver Faktensituation (Marktlage) erfolgt durch die visuelle Gliederung des Textes. Sofern sich aus dem Text nichts anderes ergibt, sind die Preise der jeweiligen Basiswerte um 16:00 Uhr morgens zugrunde gelegt worden. Die vorstehende Finanzanalyse ist vor deren Weitergabe oder Veröffentlichung den betroffenen Emittenten nicht zugänglich gemacht und nicht nachträglich geändert worden. Die bei der vorstehenden Finanzanalyse angewendeten Bewertungsgrundlagen und Bewertungsmethoden heißen Charttechnik und Stochastische/Statistische Auswertungsprozesse. Die für das Unternehmen Scalp-trading.com zuständige Aufsichtsbehörde ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn, Tel. +49 228 / 4108 – 0, E-Mail: poststelle@bafin.de.

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