Wo ist nur der Bär Teil II

 

ben_artikelbild Autor Ben Sinterhauf | Alle Artikel von diesem Autor anzeigen lassen

Offenlegung Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert, gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte.

 

DAX – W

Quelle: eigene Darstellung.

Analyse: Vor gerade einmal 24 Monaten zur gleichen Zeit verzeichnete der Markt ausgehend vom Jahresanfang ähnliche dyanische Kursrückgänge. “Market enters bear market” lief stundenlang über die Bloombergticker, “Verkaufen Sie alles Außer Anleihen” oder “Bearish J.P Morgan says sell stocks on any rally” Crashszenarien wurden verlautbart. Ein Blick auf den weiteren Verlauf zeigt es kam komplett anders. Der Markt ist fast +5.000 Punkte über +50% weiter angestiegen. Damals erreichten die Kurse gerade die günstigen Einstiegsbereiche der statistischen Jahresbandbreite. Heute sieht es ähnlich aus. Im Bereich 12.100 Punkte verläuft die diesjährige Berechnung für die Unterseite. Seither ist der Markt bereits wieder über +400 Punkte angestiegen.

Die täglichen Schwankungsbreiten

Quelle: eigene Darstellung.

Analyse: Die Volatilität ist wie damals ebenfalls angesprungen. Hier gibt es jedoch im Vergleich einen wesentlichen Unterschied. Während 2011 und 2016 die Tagesspannen 400-500 Punkte erreichten sind die Kurs bis zu -20% eingebrochen. In diesem Jahr aber bis jetzt nur knapp -10%, also ca. die Hälfte. Dies lässt den Schluß zu, dass bei weiteren möglichen Einschlägen zur Unterseite die Spannen noch weiter aufgehen können. Seit Anfang Februar haben sich die Werte aber zunächst wieder zurück gebildet und halbiert. Unterschiedlich wird auch der Kursrückgang vom Marktkonsens her bewertet. Diesmal sieht die Mehrheit das Niveau als günstigen Einstieg mit dem Argment das Aktien weiterhin alternativlos seien und das wirtschaftliche Umfeld weltweit im Einglang positiv ausgerichtet ist.

 

Rückblick Wo ist nur der Bär? (2016)

DAX – W

Quelle: eigene Darstellung.

Analyse: Nach dem ganzen „Gejaule“ in den Börsenmedien vor zwei Wochen, „market enters bear market“, „Verkaufen Sie alles außer Anleihen“ etc. und sonstiger Untergangsstimmungsmacherei lohnt zwischendurch mal wieder ein nüchterner Blick auf das übergeordnete langfristige Bild. Hier zeigt sich, dass die untere statistische Jahresbandbreite zunächst als güngstiger Einstiegszeitpunkt genutzt werden konnte und die Kurse seitdem in kurzer Zeit mehrere hundert Punkte wieder angestiegen sind. Heute steigt der Markt weiter und folgt dem positiven Statistik-Input Überhang für die Longseite von gestern Abend.

Keep cool und bleib nüchtern!

Tägliche Schwankungen: Crash! Wieso Crash?

Quelle: eigene Darstellung.

Da in den Medien derzeit viel über Crash´s berichtet wird lohnt wieder einmal ein Blick auf die täglichen Schwankungsbreiten. Aufgrund dieser Faktenlage muss dies eindeutig verneint werden. Im Gegenteil, die Spannen gehen sogar zurück und sind niedriger als im August 2015 und erst recht als im Sommer 2011 wo der Markt in einem Monat über -20% gefallen ist.  Mit im Schnitt 220 Punkten liegt der Wert sogar niedriger als im Dezember 2015 wo er über 260 Punkte im Durchschnitt betrug. Als Crash sollte auch nur bezeichnet werden wenn es das Ereignis eben auch rechtfertigt. Ein Zusammenbruch, ein plötzlicher Knall, Unfall etc. Vergleichbar mit einem dicken Stein der durch eine Scheibe fliegt und diese in Tausend Stücke zerfetzt. Und nicht wenn die Glasscheibe aus dem Rahmen genommen wird und händisch in kleine Stücke zerbrochen wird. Die Schwankungen mögen sich in den letzten Jahren erhöht haben. Aber in Zeiten wo die Märkte auch höhere Strecken zurück legen, die sich mittlerweile im vierstelligen Bereich in wenigen Wochen teils sogar Tagen bewegen, dann bei einem Rückgang von -3%, -4% – 7% von einem Crash zu reden ist nicht passend. Wenn der Markt über Nacht -20% fällt. Ja das ist ein Crash! Bei Einzeltiteln ist das übrigens an der Tagesordnung und da gibt es noch viel höhere Werte. 1987? Ja das war ein Crash!


Erfolgreichen Handelstag,

Ben Sinterhauf

 


Risikohinweis: Die von Scalp-Trading.com veröffentlichen Analysen und Inhalte können nicht nur mit Gewinnen, sondern auch mit Verlusten einhergehen, selbst wenn sie gemäß einer Empfehlung eingesetzt werden. Insbesondere der Handel mit Hebelprodukten (u.a. Devisen, Derivaten und Rohstoffen) kann spekulativ sein, und Gewinne und Verluste können variieren.


Der Autor der vorstehenden Finanzanalyse ist Ben Sinterhauf. Er ist von Beruf Händler und Analyst von Scalp-Trading.com. Herr Sinterhauf hat die vorstehende Finanzanalyse für das Unternehmen Scalp-Trading.com erstellt. Sie wurde gemäß unseren Compliance- und Qualitätsmanagements-Konzepts geprüft. Die Trennung zwischen persönlicher Meinung (Ausblick/Analyse) und objektiver Faktensituation (Marktlage) erfolgt durch die visuelle Gliederung des Textes. Sofern sich aus dem Text nichts anderes ergibt, sind die Preise der jeweiligen Basiswerte um 08:00 Uhr morgens zugrunde gelegt worden. Die vorstehende Finanzanalyse ist vor deren Weitergabe oder Veröffentlichung den betroffenen Emittenten nicht zugänglich gemacht und nicht nachträglich geändert worden. Die bei der vorstehenden Finanzanalyse angewendeten Bewertungsgrundlagen und Bewertungsmethoden heißen Charttechnik und Stochastische/Statistische Auswertungsprozesse. Die für das Unternehmen Scalp-trading.com zuständige Aufsichtsbehörde ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn, Tel. +49 228 / 4108 – 0, E-Mail: poststelle@bafin.de.

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